Hanseator

Musik, Fußball und manchmal auch ein bisschen Hansa


Hinterlasse einen Kommentar

In Lotte im Eimer

Sportfreunde Lotte – F.C. Hansa Rostock 2:0, „FRIMO Stadion“, 11. März 2017

Eins muss man der dritten Liga lassen, den reiselustigen Fan führt sie an Orte, die zu besuchen ihm normalerweise nicht mal im Traum in den Sinn käme. Nun hat es wieder einmal ein Verein mit ländlichem Umfeld geschafft, sich dem illustren Kreis professioneller Klubs anzuschließen und diesen in Teilen regelmäßig aufzumischen. Und so war am vergangenen Wochenende der Tag gekommen, an dem unser F.C. Hansa sein erstes Pflichtspiel im niedersächsisch/nordrhein-westfälischen Niemandsland austragen sollte.

Spielverlegungen am laufenden Band und Terminchaos konnten zahlreiche Hanseaten nicht von der Reise nach Lotte abhalten, überall im Hansaland wurden Bustouren wie zu besten Bundesligazeiten organisiert. Aufgrund eigener kultureller Verpflichtungen konnte ich mich dem Massentourismus nicht anschließen, meine individuelle Reiseroute hielt musikalische Abendveranstaltungen vor und nach dem Spiel in Berlin bzw. Hamburg bereit. Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Schöne Tage

Nopperhof FestEvil 2016, 29./30. Juli 2016, Langen Trechow

Sonntagmorgen, kurz vor halb drei verklingen die letzten Live-Töne beim diesjährigen FestEvil auf dem Nopperhof in Langen Trechow. Auf der Bühne verabschiedet sich FestEvil-Dauerbrenner Zaunpfahl vom begeisterten Publikum. Geschätzte 200 Leute haben der inzwischen einsetzenden Nachtkühle bis zum Schluss getrotzt, die Gänsehaut kommt nicht nur von den Temperaturen. Zwei ereignisreiche Tage voller Musik beim Familientreffen der Freunde des RoggenRoll sind schon wieder vorbei, man mag es nicht glauben.

Aus den Boxen kommen ganz ungewöhnliche Klänge, die bei einem Festival dieser Art wohl niemand erwartet hätte: „Supper’s ready“ vom 1972er Genesis-Album „Foxtrot“ bildet einen bizarren Kontrast zur Musik der letzten beiden Tage und entkräftet zugleich den Verdacht, die Tontechnik hätte für das ganze Wochenende nur eine CD der Klaus-Renft-Combo für die „Umbaupausen-Musik“ dabei gehabt. Die monumentale Melancholie des Genesis-Klassikers legt sich über das Gelände vor der Bühne und hilft tatsächlich beim „Runterfahren“ und Rekapitulieren der letzten 34 Stunden. Weiterlesen