Hanseator

Musik, Fußball und manchmal auch ein bisschen Hansa


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Es ist doch nur ein Film

Polizeiruf 110 – Einer für alle, alle für Rostock

Da hat sich das Erste ja wieder ein Ding geleistet. Riesige Empörung, wohin man schaut, wie kann man nur am Sonntagabend zur besten Sendezeit dem Gebühren zahlenden Konsumenten ein solches Machwerk zumuten? Also ich, für meinen Teil, habe mich in den 90 Minuten köstlich amüsiert, was allerdings nicht ausschließlich an der Qualität der ausgestrahlten Polizeiruffolge „Einer für alle, alle für Rostock!“ lag. Weiterlesen


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Witzischkeit kennt keine Grenzen

Man kann über DFB-Funktionäre denken oder sagen, was man will – kreativ sind sie ja, und das nicht nur, wenn originelle Ideen zur Geldbeschaffung und –verteilung, beispielsweise im Zuge von WM-Bewerbungen gefragt sind. Auch und gerade die von sogenannten Verbandskritikern wahlweise als intransparent oder willkürlich verleumdeten Kriterien der Strafbemessung gegenüber „straffällig“ gewordenen Vereinen sorgen häufig für eine Mischung aus Erstaunen und Heiterkeit. Na ja, eigentlich können die Vereine selbst oftmals gar nicht so viel dafür (sprich: dagegen tun), sondern eher Teile ihrer Anhängerschaft, aber wen juckt das schon, schließlich gilt es, Konsequenz und unnachsichtige Härte zu demonstrieren. Oh, großer Deutscher Fußballbund, deine Allmacht wird nur noch von deiner Rätselhaftigkeit übertroffen. Weiterlesen


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One team in Glasgow?

Zweiter Tag, 26. November 2016

Partick Thistle F.C. – Rangers F.C. 1:2, Firhill Stadium

Das Programm des zweiten Tages findet in verschiedenen Gruppen statt: Die Glengoyne Distillery lockt mit Tasting und Speisen, woran sich zwei Drittel der Reisegruppe beteiligen, und im Glasgower Westen rollt der Ball, wobei acht von uns dabei sein werden.

Anstoß ist schon um 12:15 Uhr, also brechen wir ohne unnötige Kunstpausen mehr oder weniger direkt vom Frühstückstisch zum Firhill Stadium auf. Getreu der alten Weisheit „Getrennt marschieren, vereint zuschlagen“ setzen wir uns in zwei Gruppen in Bewegung. Fraktion „Knie“ besteigt zu viert ein Taxi, die restlichen vier nehmen die bereits gestern von mir beschrittene Route mit der U-Bahn, im „Woodside Inn“, dem letzten Pub an der Strecke, werden wir uns wiedervereinigen und noch ein Getränk zu uns nehmen. Weiterlesen


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Hanseatour de France 2016 – Spiel 4

England – Wales 2:1, Stade Bollaert-Delelis, Lens, 16. Juni 2016

Mein letztes Spiel bei der Euro 2016 hält noch einmal einen richtigen „Kracher“ bereit. Mit England bekomme ich einen der heimlichen Turnierfavoriten zu sehen und auf den Rängen ist ein stimmungsvolles Duell zu erwarten.

Auch in Lens gibt es kaum stadionnahe Parkmöglichkeiten, also steuere ich zielstrebig einen gut ausgeschilderten P+R-Parkplatz etwa 10 Kilometer außerhalb an. Von dort aus fahren kostenlose Shuttlebusse in die Stadt hinein, ich muss nicht mal meine Eintrittskarte vorzeigen. Zur besseren Orientierung bekommt jeder Mitfahrer noch ein Merkblatt, auf dem sogar die Nummer des Parkplatzes aufgedruckt ist, ich muss nach dem Spiel einfach nur da wieder in den Bus einsteigen, wo ich vor dem Spiel ausgestiegen bin. Klappt beides bestens, soviel kann ich schon mal vorwegnehmen. Weiterlesen


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Hanseatour de France 2016 – Spiel 3

Russland – Slowakei 1:2, Stade Pierre Mauroy, Lille, 15. Juni 2016

Meinen „Ruhetag“ am 14. Juni habe ich mit einem kleinen Besichtigungsrundgang durch die gut erhaltene mittelalterliche Altstadt von Tournai verbracht, am Nachmittag und Abend schaue ich dann im Hotel ein bisschen EM, schließlich will man ja auf dem Laufenden bleiben. Dank deutscher Programme in der Senderliste erfahre ich so auch die wichtigsten Neuigkeiten aus dem DFB-Quartier, allen voran natürlich der unglaubliche Riesenskandal um gewisse spielbegleitende Aktivitäten des Bundestrainers in der Coachingzone.

Abgesehen davon, dass ich die große Aufregung reichlich albern finde, bin ich angewidert und fasziniert zugleich, mit welcher Professionalität es manchem Journalisten gelingt, puren Voyeurismus hinter einer Maske aus investigativem Interesse und geheuchelter Anteilnahme zu verbergen: „Dieses fiese Video … wie ist das in der Mannschaft besprochen worden? … Wie verärgert ist man …?“ Was für ein erbärmliches Schauspiel, wenigstens findet Lukas Podolski die richtigen Worte. Weiterlesen


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Hanseatour de France 2016 – Spiel 2

Irland – Schweden 1:1, Stade de France, Paris, 13. Juni 2016

Die Nacht in einem richtigen Bett hat gutgetan, wie nötig die Ruhe war, erkenne ich daran, dass ich tatsächlich das akustische Wecksignal benötige, um zu mir zu kommen. Ich werde in Ruhe frühstücken, dann auschecken, mich von den Schwerinern verabschieden, deren Reiseroute sie als nächstes in die Normandie führen wird, und schließlich mein Quartier für die restlichen Tage meines EM-Aufenthaltes aufsuchen.

Das „Floréal Le Panoramique“ befindet sich im sehr beschaulichen Mont-Saint-Aubert, etwa 10 Kilometer von Tournai in der belgischen Provinz Hainaut (Hennegau) gelegen. Bis zum Stadion in Lille, wo zwei meiner vier EM-Spiele ausgetragen werden, sind es gerade mal 30 Kilometer Fahrt, nach Lens 60 Kilometer, die nehme ich für die Preisersparnis gegenüber Unterkünften im Gastgeberland gern in Kauf. Lediglich nach Paris ist es etwas mehr, aber einmal geht auch das. Weiterlesen


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Hanseatour de France 2016 – Spiel 1

Deutschland – Ukraine 2:0, Stade Pierre Mauroy, Lille, 12. Juni 2016

Es ist Sonntagmorgen, kurz nach Mitternacht, als ich nach langer Vorfreude und Vorbereitung auf einem Parkplatz am Hamburger Volksparkstadion endlich den Motor starte. Leicht verspätet trete ich die Reise zur Europameisterschaft 2016, meinem ersten großen Fußballturnier, an, der Grund für die unfreiwillige Verzögerung ist eine andere Geschichte, die ich nur der Vollständigkeit halber und als kleine Hashtagreihe erwähnen möchte:

#UdoLindenberg #Konzert #Gedränge #Abkürzung #Nachtwanderung #Volkspark

Der Ärger über meinen Orientierungssinn, der mich kurzzeitig aufs Glatteis geführt hat, sorgt gleichzeitig für ausreichend Adrenalin, um mich die nächsten drei Stunden problemlos wachzuhalten. Vor mir liegen zunächst knapp 700 Kilometer, nach deren Bewältigung fünf Tage mit vier EM-Spielen in drei verschiedenen Stadien auf mich warten. Der etwas umständliche Prozess der Kartenvergabe (erste Verlosung, zweite Verlosung und dann noch mehrere „Resales“) hatte es mit sich gebracht, dass das endgültige Reiseprogramm erst eine Woche vor der EM-Eröffnung feststand. Von Vorteil war für mich dabei, dass mir die zu besuchenden Spiele von Anfang an egal waren und ich nicht auf eine/die bestimmte Mannschaft fixiert war. Umso schöner, dass es am Ende des Vorverkaufs sogar noch mit dem ersten Spiel der DFB-Elf im Turnier geklappt hat. Weiterlesen