Hanseator

Musik, Fußball und manchmal auch ein bisschen Hansa


Ein Kommentar

Konspirative Kultur

Schottland 2015 – Tag 4, 19. März

Nach dem grandiosen Murphys-Konzert wollen wir es heute etwas ruhiger angehen lassen. Unser Programm sieht einen Tagesausflug nach Edinburgh vor, schließlich gilt es, auch ein paar Kulturpunkte zu sammeln.

„Entschleunigung“ ist also angesagt. Damit diese eine Chance hat, sollten wir vor allem pünktlich die Fahrt antreten. 11 Uhr ist als Treff ausgegeben, gefrühstückt werden soll unterwegs. Erfahrene Thommy-Mitreisende wissen, dass genau darin die Gefahr liegt: Was, wenn aus dem Beschaffen von Proviant beim Bäcker ein mehrstündiges Happening wird, bis wir irgendwann feststellen, dass es sich gar nicht mehr lohnt loszufahren? Weiterlesen


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Erfahrungen fürs Leben

Schottland 2014 – Tag 3

Woran erkennt man den perfekten Reiseleiter? Er braucht nicht viele Worte, um die Truppe zusammenzuhalten. Das ist gerade bei unserer Reisegruppe eine überaus anerkennenswerte Leistung. Die Ansage zum Tagestrip nach Edinburgh vom Vorabend war ebenso knapp wie eindeutig: Zehn Uhr Rezeption. Im Prinzip klappt das auch ganz gut. An Zeit- und Treffpunkt halten sich immerhin knapp zwei Drittel, wenn wir mal 10 Minuten Verspätung noch als pünktlich durchgehen lassen wollen. Der Rest ist schon mal losgegangen, um unterwegs noch zu frühstücken und uns dann entweder entgegenzukommen oder aber an der Strecke eingesammelt zu werden.

Der Weg vom Hostel zur Queen Street Station gestaltet sich so zu einer absurden Abfolge von Finden und Verlieren, wie man sie früher in den Silvesterschwänken des Deutschen Fernsehfunks erleben konnte. Fünfzehn Personen gehen über die Straße, auf der anderen Seite sind es plötzlich wieder drei weniger. Und dennoch werden um 11:30 Uhr alle im richtigen Zug nach Edinburgh sitzen. Thommy hat es einfach drauf!

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Fünf Tage im März – 5: Edinburgh

Der letzte Tag unseres Aufenthaltes in Schottland beginnt mit dem obligatorischen Frühstück im Mint & Limes, die Rolle des Störenfriedes übernimmt heute eine Klasse aus Irland, die Schüler blockieren zwar nicht den Toaster, dafür aber sämtliche Tische mit den Hinterlassenschaften ihrer Mahlzeit. Ob sie sich auch einen Teller Haggis ansehen mussten und deshalb so verstört waren, entzieht sich meiner Kenntnis.

Egal, wir kommen in den Genuss des Frühstücks und brechen voller Erwartungen fast pünktlich um 10:05 Uhr Richtung Bahnhof auf. Um 10:08 Uhr passieren wir eine Bäckerei in der Union Street, es folgt die unvermeidliche Pause zur Proviantbeschaffung, die allerdings unerwartet kurz ist, oder besser wäre. Konjunktiv deshalb, weil wir doch noch auf Basti warten müssen. Von draußen können wir beobachten, wie er unbeweglich vor der Ladentheke steht, ohne dass wir den Grund dafür erkennen.  Hoffentlich hat er nicht schon wieder etwas kaputt gemacht. Während wir rätseln und in Gedanken schon mal den Ablaufplan für eine gewaltsame Befreiungsaktion durchgehen, wendet sich das Blatt und Basti verlässt die Bäckerei als freier Mann und mit einem gründlich durchgetoasteten Sandwich für unterwegs in der Hand. Weiterlesen