Hanseator

Musik, Fußball und manchmal auch ein bisschen Hansa


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In Lotte im Eimer

Sportfreunde Lotte – F.C. Hansa Rostock 2:0, „FRIMO Stadion“, 11. März 2017

Eins muss man der dritten Liga lassen, den reiselustigen Fan führt sie an Orte, die zu besuchen ihm normalerweise nicht mal im Traum in den Sinn käme. Nun hat es wieder einmal ein Verein mit ländlichem Umfeld geschafft, sich dem illustren Kreis professioneller Klubs anzuschließen und diesen in Teilen regelmäßig aufzumischen. Und so war am vergangenen Wochenende der Tag gekommen, an dem unser F.C. Hansa sein erstes Pflichtspiel im niedersächsisch/nordrhein-westfälischen Niemandsland austragen sollte.

Spielverlegungen am laufenden Band und Terminchaos konnten zahlreiche Hanseaten nicht von der Reise nach Lotte abhalten, überall im Hansaland wurden Bustouren wie zu besten Bundesligazeiten organisiert. Aufgrund eigener kultureller Verpflichtungen konnte ich mich dem Massentourismus nicht anschließen, meine individuelle Reiseroute hielt musikalische Abendveranstaltungen vor und nach dem Spiel in Berlin bzw. Hamburg bereit. Weiterlesen


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Wir haben immer noch uns

Wieder geht ein Jahr zu Ende, ein Jahr mit Licht und Schatten, sehr viel Schatten. Der folgende Text ist Menschen gewidmet, die für eine große Menge Licht gesorgt haben und hoffentlich noch lange sorgen.

Feine Sahne Fischfilet: „Nie daran geglaubt“-Tour 2016

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Still brilliant after all these years*

Paul Simon im Tempodrom Berlin, 20. Oktober 2016

Rechtzeitiges Erscheinen sichert gute Plätze, rechtzeitiger Ticketkauf manchmal sogar noch mehr. Wenn beides zusammentrifft, erscheint man viel zu früh am Einlass, so wie ich nach unerwartet störungsfreier Anreise über die A24 und durch erstaunlich dünnen Feierabendverkehr am Donnerstagabend am Berliner Tempodrom, dessen Türen sich erst eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn öffnen. Immerhin erleichtert dies die Suche nach einem Parkplatz enorm, nicht mal fünf Minuten Fußweg entfernt. Darüber hinaus haben sich auch noch keine Schlangen beim mobilen Catering vor der Tür gebildet, es gibt unfassbar leckere Speisen vom Raclette, mit original Schweizer Käse, Walnüssen und Rosmarinkartoffeln. Kann man mal machen. Weiterlesen


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The Boss over Germany

Bruce Springsteen & the E Street Band – The River Tour 2016

Berlin, Olympiastadion, 19. Juni 2016

Nach drei Jahren des Wartens ist es endlich so weit, Bruce und Band geben sich wieder in Europa die Ehre. Der Tourplan sieht zwar nur zwei Stopps in Deutschland vor, aber mit Berlin zumindest eine relativ wohnortnahe Show. Dass meine Anreise zum Berliner Olympiastadion trotzdem eine Woche dauert und mehr als 2500 Kilometer lang ist, liegt einfach nur daran, dass ich vorher noch ein paar Tage zur Fußball-EM nach Frankreich gefahren bin. Um ehrlich zu sein – ohne das Konzert wäre ich sicher noch etwas länger da geblieben, aber man muss die Feste feiern, wie sie fallen.

Unterwegs ist der Springsteen-Clan unter dem Motto „The River Tour“. Das Unternehmen begann Anfang 2016 in den USA mit einer Komplettaufführung des gleichnamigen Albums, Bruce zufolge mit dem Ziel, nach Veröffentlichung der dem 35jährigen Jubiläum des Albums gewidmeten Box „The Ties That Bind“ zu schauen, wie es sich live anfühlt. Offensichtlich war das so großartig, dass daraus gleich eine ausgedehnte Tournee durch die Staaten wurde, 37mal brachte die Band das komplette Album von Anfang bis Ende zur Aufführung, eingebettet jeweils in eine Show mit springsteen-üblichen Dimensionen. Weiterlesen


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The Wall

Live in Hamburg (2011) und Berlin (2013), Tourfilm (2015)

Das erste, was ich je von „The Wall“ zu hören bekam, war die dritte Albumseite, und zwar aus einem ganz profanen Grund. Einfach das Album im Plattenladen zu kaufen, war bekanntlich nicht möglich, die Lösung hieß: Warten auf „Duett – Musik für den Recorder“. Irgendwann, kurz nach Veröffentlichung des Albums und noch bevor es komplett zum Mitschneiden gespielt wurde, lief eines Tages besagte C-Seite, die mich dazu brachte, wochenlang nichts anderes mehr zu hören. Ich verstand damals die Texte nur teilweise, und um die Gesamtaussage des Albums zu erfassen, habe ich Jahre gebraucht, aber die Musik hatte mich sofort gepackt. Von den ersten leisen Akustik-Takten im Intro zu „Hey you“ bis zu David Gilmours furiosem Gitarrensolo am Ende von „Comfortably numb“ ist dieser ungefähr 20minütige Abschnitt der Höhepunkt innerhalb eines gigantischen Meisterwerkes und in meiner persönlichen Rangliste die beste Albumseite aller Zeiten. Weiterlesen


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Die Herzen bleiben hier

Udo Lindenberg im Olympiastadion Berlin, 14. Juli 2015

Genau einen Tag, einen Monat und ein Jahr hat es gedauert bis zum Wiedersehen mit Udo Lindenberg und dem Panikorchester nach dem wunderbaren Konzertabend in Leipzig am 13. Juni 2014. Und die diesjährige Auflage der Panikparty stand dem 2014er Event in keiner Weise nach. Weiterlesen


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Whole Lotta Rock’n’Roll

AC/DC im Olympiastadion Berlin, 25. Juni 2015

Es gibt da so eine imaginäre Liste von Dingen, die ich gern erledigt haben möchte, bevor ich eines (hoffentlich noch sehr fernen) Tages die Reise auf dem „Highway to Hell“ antreten muss. Breiten Raum auf dieser Liste nimmt die Musik ein, da steht eine ganze Latte an Bands und Künstlern, die ich unbedingt mal live erleben wollte oder noch will. Ein Großteil der Liste ist inzwischen „abgearbeitet“, aber hin und wieder findet sich doch noch eine unerledigte Position, so auch (bis letzten Donnerstag) eine der größten Hardrock-Bands aller Zeiten: AC/DC. Weiterlesen