Hanseator

Musik, Fußball und manchmal auch ein bisschen Hansa


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Advent im Paradies

Adventszeit bedeutet für mich, noch einmal vor Weihnachten der Familie und der alten Heimat einen Besuch abzustatten. Wenn es der Spielplan hergibt, verbinde ich das gern mit dem einen oder anderen Fußballspiel. Diesmal hatte ich mich im Vorfeld für das Spiel der Regionalliga Nordost zwischen dem 1. FC Lok Leipzig und dem SV Babelsberg 03 entschieden, das jedoch leider einem Wasserschaden im Bruno-Plache-Stadion zum Opfer fiel. Schade, denn da war ich zuletzt 1989 oder so.

Aber Ersatz ist schnell gefunden: In Jena erwartet der FC Carl Zeiss den unangefochtenen Spitzenreiter und selbsterklärte kommende Fußballgroßmacht von Mecklenburg-Vorpommern, die TSG Neustrelitz. Fantechnisch sicher nicht annähernd so interessant wie das Leipziger Spiel, konnte man jedoch zumindest fußballerisch einiges erwarten. Außerdem ergibt sich so die Möglichkeit, vielleicht den einen oder anderen Fußballkontakt nach Thüringen aufzufrischen. Weiterlesen


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Wieder kein Wort zum Sonntag

Sie haben es wieder nicht gespielt! Langsam glaube ich ja, die machen das mit Absicht. Na ja, mir kann es egal sein, aber meinem Freund Pfütze nicht. Immerhin hat der sogar sein heiliges Gelübde, den Schmelinghallenschwur vom 29. Dezember 2012, wie man in Pfützes Dunstkreis sagt, gebrochen, der da lautete: Nie wieder DTH! Wie tragisch.

Dabei hat der wunderbare Spätsommerabend des 28. August 2013 so verheißungsvoll begonnen. Die Anreise zum Veranstaltungsort gelingt ohne Inanspruchnahme navigationstechnischer Hilfsmittel, Parkplätze stehen in akzeptabler Entfernung in ausreichender Anzahl zur Verfügung, so dass es dieses Mal nicht nötig sein wird, mit rührseligen Geschichten die Tränendrüsen des Sicherheitspersonals zu massieren. Abgesehen davon, hätten wir mit einer Dritte-Wahl-Story a la Max-Schmeling-Halle wohl auch ein kleines Glaubwürdigkeitsproblem. Weiterlesen


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Bruce Springsteen in Leipzig

Das Leipziger Zentralstadion – was habe ich dort schon alles erlebt. Große Fußballspiele im Europapokal, Qualifikationsspiele zur WM oder EM oder heiße Leipziger Ortsderbies, die diese Bezeichnung noch verdienten. Als Schüler bin ich noch im Innenraum zu Leichtathletik-Wettkämpfen angetreten. Kurz und gut – es sind sehr schöne Erinnerungen mit dem alten Stadion verbunden. Letztlich hat aber alles seine Zeit, aus den Rängen des alten Stadions wuchs inzwischen eine moderne Arena, deren neuer Name ebenso wenig wie der des aktuellen „Mieters“ in einem Text wie diesem etwas verloren hat.

Bleiben wir also ruhig bei „Zentralstadion“, das nach all dem großen Sport nun Schauplatz meines neunten und (vorerst) letzten Springsteen-Konzertes werden sollte. Ich hatte mir sofort nach Veröffentlichung des Konzerttermins meine Innenraumkarte besorgt, was rückblickend betrachtet etwas voreilig war, denn im Nachhinein wurden immer mal wieder die anfangs sofort vergriffenen Front-of-Stage-Tickets unters Volk gebracht. Na ja, bei der nächsten Tour klappt es bestimmt. Um trotzdem nicht zu weit weg von der Bühne zu stehen, hatte ich mich darauf eingestellt, rechtzeitig am Einlass zu erscheinen. Weiterlesen


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Gesucht wird: Sascha

Ein Jahr lang hat man sich gefreut, und nun ist es schon wieder vorbei. Das 12. Fanturnier der Wildauer Kickers wird als eines der schönsten in Erinnerung bleiben. Wer nicht dabei war, hat echt etwas verpasst. Hier ist nun mein persönlicher Rückblick auf zwei Wahnsinns-Tage. Weiterlesen


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Neil Young, Waldbühne Berlin

Was für eine Wahnsinnswoche. Der letzte Akkord von Springsteens „American Land“ ließ noch das Trommelfell vibrieren, und schon stand fünf Tage später, am 2. Juni 2013, der nächste Gigant auf der Matte. Neil Young & Crazy Horse gaben sich die Ehre und starteten auf der Berliner Waldbühne die Alchemy-Tour quer durch Europa.

Der Sonntag begann nicht sehr vielversprechend, hatte beim Boss-Auftritt in Hannover noch die Sonne geschienen, kündigte der wolkenbehangene Himmel auf der Fahrt nach Berlin nichts Gutes an. Und kaum waren wir an der Waldbühne eingetroffen und hatten uns der dortigen Wartegemeinschaft angeschlossen, begann auch schon ein intensiver, satter Regenschauer damit, sich über der Szenerie zu ergießen. Zum Glück hielt das nicht den ganzen Abend an, so dass bei zwar kühlen, aber wenigstens trockenen Temperaturen zumindest der Grundkonsens „Kein Regen!“ umgesetzt wurde. Weiterlesen


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Hannover Rock City

Wann kommt man schon mal nach Hannover? Für mich gab es bisher nur selten Grund, mich hin und wieder an die Leine zu begeben. Dabei handelte es sich, was jetzt wahrscheinlich niemanden überrascht, ausschließlich um von mir besuchte Bundesligaspiele des FC Hansa Rostock im Niedersachsenstadion sowie ein Spiel im Confederation Cup 2005 (Brasilien – Mexico). Fußballerische Anlässe, nach Hannover zu fahren, habe ich derzeit nicht und so musste schon ein außergewöhnliches Ereignis kommen, mich dorthin zu locken. Dass Bruce Springsteen am 28. Mai 2013 für ein paar Stunden Hannover zur City of Rock’N’Roll macht, ist auf jeden Fall außergewöhnlich genug, soviel steht fest. Weiterlesen


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Fünf Tage – eine Art Nachwort

Der Tag der Heimreise ist angebrochen, ein Blick aus dem Fenster lässt ahnen, dass es ein schöner Tag werden könnte. Nach all dem Niederschlag in den letzten Tagen haben sich das die Schotten irgendwie auch verdient. Aber auch wir dürfen uns freuen, in Deutschland erwartet uns endlich wieder eine in weiten Teilen des Landes geschlossene Schneedecke. Wie haben wir das vermisst. Immerhin ist bislang keine Information über gestrichene Flüge zu uns gelangt.

Aufstehen, im Aufzug (!!) nach unten fahren, Frühstück mit allem Drum und Dran fassen gelingen in Rekordzeit. Zwei telefonisch bestellte Taxis stehen nach nicht mal fünf Minuten abfahrbereit vor der Tür – es scheint, als könnte Schottland uns nicht schnell genug loswerden. Das ist natürlich Unsinn, wir hatten es in den vergangenen fünf Tagen durchweg mit überaus freundlichen, höflichen und zuvorkommenden Gastgebern zu tun, was neben der tollen Landschaft, Kultur und allgegenwärtiger Historie vor allem im Gedächtnis bleiben wird, ebenso wie die Fähigkeit, (be)rauschende Feste ohne geringste Anzeichen von Aggression zu feiern, bei denen auch im dichtesten Gedränge kein böses Wort fällt, wenn man doch mal versehentlich jemanden anrempelt. Weiterlesen