Hanseator

Musik, Fußball und manchmal auch ein bisschen Hansa

Fünf Tage – eine Art Nachwort

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Der Tag der Heimreise ist angebrochen, ein Blick aus dem Fenster lässt ahnen, dass es ein schöner Tag werden könnte. Nach all dem Niederschlag in den letzten Tagen haben sich das die Schotten irgendwie auch verdient. Aber auch wir dürfen uns freuen, in Deutschland erwartet uns endlich wieder eine in weiten Teilen des Landes geschlossene Schneedecke. Wie haben wir das vermisst. Immerhin ist bislang keine Information über gestrichene Flüge zu uns gelangt.

Aufstehen, im Aufzug (!!) nach unten fahren, Frühstück mit allem Drum und Dran fassen gelingen in Rekordzeit. Zwei telefonisch bestellte Taxis stehen nach nicht mal fünf Minuten abfahrbereit vor der Tür – es scheint, als könnte Schottland uns nicht schnell genug loswerden. Das ist natürlich Unsinn, wir hatten es in den vergangenen fünf Tagen durchweg mit überaus freundlichen, höflichen und zuvorkommenden Gastgebern zu tun, was neben der tollen Landschaft, Kultur und allgegenwärtiger Historie vor allem im Gedächtnis bleiben wird, ebenso wie die Fähigkeit, (be)rauschende Feste ohne geringste Anzeichen von Aggression zu feiern, bei denen auch im dichtesten Gedränge kein böses Wort fällt, wenn man doch mal versehentlich jemanden anrempelt.

Am Flughafen unterziehen wir uns zuerst der Sicherheitskontrolle. Das bringt mich wieder zu einer Preisfrage: Sechs Unioner, ein Nulldreier und ein Hanseat gehen durch die Kontrolle, wer darf gleich beim ersten Versuch ohne Beanstandungen weiter gehen? Wer jetzt die gleiche Antwort findet wie im ersten Teil dieses Reiseberichtes, hat Recht und darf mir einen ausgeben. Die übrigen Reiseteilnehmer dürfen sich ihres Schuhwerkes entledigen, Maici darf sich über besonders persönliche Zuwendung freuen. So wird es am Ende wenigstens für ihn sogar noch eine richtige Fußballfahrt.

Es gäbe noch einiges zu erzählen aus diesen fünf Tagen, beispielsweise über eine Gruppe von Bifften, die nach Glasgow gereist waren, um ihre Freunde aus Aberdeen zu unterstützen, und unterwegs locker den Wettbewerb um die dämlichsten T-Shirts für sich entschieden. Oder über Thommys glänzende Augen, als wir auf dem Weg zum Loch Lomond an der Glengoyne Distillery vorbeifuhren, wo der geheimnisvolle Schatz der Ropiraten reift, bei dem er ja auch seine Anteile hält.

Der A319 startet pünktlich und bringt uns sicher zurück nach Berlin. Nach der Landung ist erst mal wieder Anstehen angesagt. Die Passkontrolle zieht sich endlos in die Länge, von weitem sieht es so aus, als würde von jedem Ausweis eine Kopie angefertigt – und zwar mit einem Bleistift. Die beiden Beamten erledigen ihren Job mit an Besessenheit grenzender Gründlichkeit und lassen sich von der immer länger werdenden Schlange nicht aus der Ruhe bringen. Wir sind wieder daheim.

Abschließend ein großes Dankeschön an alle Mitreisenden für eine tolle Zeit und ganz besonders an Thommy für Planung und Organisation. Ich freue mich auf das nächste Mal.

When I think of you Scotia, there’s a magic that fills the air …

„My Town”, Glass Tiger, 1991

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